Katholische Pfarrgemeinde St. Benedikt Grefrath
(St. Laurentius · St. Josef · St. Vitus · St. Heinrich)
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Die Entstehung der Kolpingjugend Grefrath

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Kolpingsfamilie begann die Leiterrunde, die ersten Überlegungen bezüglich des Gründungsdatums der Kolpingjugend anzustellen. Da sich seinerzeit in der LeiterInnenrunde oder im aktiven Bestand kein "Gründungsmitglied" von damalsbefand, wurden alten Pfarrbriefe gewälzt. In der Ausgabe vom 30. April 1980 fand sich ein Artikel, der als "Geburtsdatum" betrachtet werden kann. Dort heißt es, dass seit Ende Februar 1980 von 11 Mädchen der Jungkolpinggruppe Gruppenarbeit für Mädchen angeboten wird.

 

Ausgegangen ist diese Initiative vom damaligen Kaplan Ralf Freyaldenhoven. Er wollte in Grefrath auch für Mädchen ein Gruppenangebot schaffen. Die Nachfrage war zweifelsohne vorhanden. Die Messdiener-Gemeinschaft für die Mädchen zu öffnen, war aus verschiedenen Gründen nicht möglich. U.a. zählte man damals über 120 Messdiener und hatte aufgrund dieser Größenordnung Schwierigkeiten, ein regelmäßiges Dienen zu gewährleisten. Aus der Frühschicht der Jugend und dem Mädchenferienlager wurden dann einige der ersten Leiterinnen gewonnen.

 

Weil die neue Mädchenarbeit nicht "ideologisch in der Luft hängen" sollte, entschloss man sich zur Angliederung an die schon bestehende Kolpingsfamilie. So hatte die Gruppenarbeit einen Bezugspunkt, an dem sie sich ausrichten konnte: Das Leben und Wirken Adolph Kolpings. Die Gruppenarbeit war also nicht von einem Kaplan abhängig, sondern Bestandteil einer größeren Gemeinschaft, von der sie auch immer Unterstützung erfuhr.

 

Die neu gegründeten Gruppen, die sofort mit ca. 30 Mädchen in 3 Gruppen anfingen, deckten das komplette Altersspektrum ab, es gab kein "Hochwachsen" der Mädchen.

 

Die ersten beiden Jahre wurde ausschließlich "unterm Kirchturm" gearbeitet, d.h. die Anbindung an die überörtliche Kolpingebene fehlte. Dann aber fand eine der Gründungsleiterinnen über eine Mitgliedszeitschrift Kontakt zur Diözesanebene und fuhr 1982 als erste Grefratherin ins Pfingstzeltlager der Kolpingjugend mit. Dort knüpfte sie Kontakte zu anderen Kolpingjugenden. Daraufhin wurde die gesamte Arbeit der Kolpingjugend ausgeweitet. Z.B. nahmen die Grefrather Kolpingmädchen an diözesanweiten Fußballturnieren teil. 1986 wurde eine Solidaritätswanderung maßgeblich von Grefrathern organisiert. Ziel war die Finanzierung eines Arbeitsplatzes in einer Kolpingjugendwerkstatt.

 

1983 fuhren zum ersten Mal einige Jungen der Messdiener-Gemeinschaft mit ins Pfingstzeltlager der Kolpingjugend nach Brüggen. Danach nahmen auch Messdiener am DV-Fußballturnier teil. 1988 wurde am Gardasee durch die Kolpingjugend das erste gemischtgeschlechtliche Ferienlager für Gruppenleiter angeboten. Dieser gute Kontakt zu den Messdienern besteht bis heute.

 

Die "normale" Gruppenarbeit bestand aus Bibelarbeit, Spiel und Spaß, Ausflügen, der Vorbereitung von Jugendmessen und teilweise auch aus Aktionen, die der Finanzierung der Arbeit dienten. So gab es z.B. mehrere Autowaschtage.

 

10 Jahre nach Start der Gruppenarbeit (1990) hatte die Kolpingjugend einen Mitgliederbestand von knapp 200 Mädchen, die von 16 Leiterinnen betreut wurden.

 

Gemeindereferent Michael Gerards machte kurz nach seinem "Amtsantritt" 1994 sowohl die Messdiener-Gemeinschaft als auch die Kolpingjugend jeweils für beide Geschlechter zugänglich.

 

Am Samstag, den 27. Mai 2000 feierte die Kolpingjugend ihr 20-jähriges Bestehen. Nach einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius gab e es einen kurzen Empfang im Pfarrheim an der Lobbericher Straße 5a und eine Jubiläums-Party.

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