Katholische Pfarrgemeinde St. Benedikt Grefrath
(St. Laurentius · St. Josef · St. Vitus · St. Heinrich)
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K.I.M. - Kirchliches Immobilien Management

Nahezu alle 71 Gemeinschaften der Gemeinden im Bistum Aachen haben nunmehr ihre Gebäude gesichtet und bewertet. Auch unsere Kirchengemeinde hat sich bereits frühzeitig - ab Mitte des Jahres 2011 - dieser Aufgabe gestellt und ein Konzept erarbeitet. Berichte und Gerüchte über die finanzielle Lage und die Zukunft der kirchlichen Immobilien in unserer GdG verunsicherte einige Gemeindemitglieder, da i.d.R. nicht alle Zusammenhänge betrachtet und manchmal voreilige Schlüsse gezogen wurden. Mit Beginn des KIM-Prozesses haben wir aber auch zugesagt, weiterhin fundiert über das Projekt K.I.M. zu informieren und Sie über die aktuellen Vorgänge auf dem Laufenden zu halten.

- Worum geht es bei K.I.M.?

Kurz gesagt geht es um die zukünftige Finanzierung der kirchlichen Immobilien. Es ist kein Geheimnis, dass die finanzielle Lage des Bistums gelinde gesagt angespannt ist. Das äußert sich natürlich auch in der Verfügbarkeit der Mittel für die Instandhaltung unserer Gebäude. Jeder Hauseigentümer weiß, dass man Rücklagen braucht, um anstehende oder unvorhergesehene Reparaturen und Sanierungen durchzuführen. Fehlen diese, so werden wichtige Maßnahmen aufgeschoben und nur die notwendigsten Reparaturen durchgeführt. Das geht für kurze Zeit gut, aber irgendwann fällt einem buchstäblich das Dach auf den Kopf.
In diesem Zusammenhang lebt unser Bistum derzeit „von der Hand in den Mund“. Ziel von K.I.M. ist es also, zu entscheiden, auf welche Gebäude zukünftig die Mittel des Bistums konzentriert werden sollen.

- Was ist alles von K.I.M betroffen?

K.I.M. bezieht sich ausschließlich auf die pastoral genutzten Gebäude, also alle Sakralgebäude (Kirchen und Kapellen), Pfarrheime und Pfarrhäuser. Gebäude, die komplett vermietet sind oder unbebaute Grundstücke werden nicht betrachtet, da sie auch nicht von Bistum unterstützt werden.

- Wer traf die Entscheidungen?

In den Gremien (KV und PGR) wurde entschieden, dass unsere GdG das Angebot des Bistums, uns bei diesen Entscheidungen fachlich und personell zu unterstützen, annimmt.
Zur Durchführung dieses Projektes bildete sich eine Arbeitsgruppe gebildet. Dieser gehörten das Pastoralteam, Vertreter der Kirchenvorstände (aus allen Pfarren) und Vertreter des PGR (ebenfalls aus allen Pfarren) an. Außerdem wurde die Gruppe unterstützt und begleitet durch Fachleute des Bistums und unseres Kirchengemeindeverbandes und die Gemeindeberatung des Bistums Aachen.
Am Ende der Projektzeit stand ein Gebäudekonzept, welches dem Bistum vorgelegt  und akzeptiert wurde. Ab diesem Zeitpunkt war das Konzept bindend.

- Wie viel muss eingespart werden?

Vorgabe des Bistums ist es, die Instandhaltungskosten für die Gebäude um 33% zu reduzieren. Das ist nicht gleichbedeutend mit 33% der Gebäude, denn die Kosten sind für jedes Gebäude unterschiedlich.

- Nach welchen Kriterien entschied die Arbeitsgruppe?

Ganz zu Anfang des Prozesses stand die Bestandaufnahme. Alle betroffenen Gebäude wurden erhoben. Der Instandhaltungsbedarf wurde ermittelt, wobei auch der Energiebedarf und die Betriebskosten betrachtet wurden. Für diese Aufgabe hatte das Bistum zentral die Joseph-Stiftung beauftragt. Damit war sichergestellt, dass alle Gebäude nach den gleichen Kriterien betrachtet werden und keine Verzerrungen auftreten.
Bei der anschließenden Wertermittlung ging es neben dem Sachwert auch um eine bauhistorische und liturgische Bewertung. Im nächsten Schritt wurde in den Pfarren für jedes Gebäude eine Liste erstellt, welche die Nutzungen des Gebäudes enthielt (z.B. Messen, Gruppenstunden, Sitzungen,…).
Eine weitere Grundlage für die kommenden Entscheidungen war das Pastoralkonzept, welches in den letzten Jahren von den (seinerzeit noch separaten) PGRs erstellt wurde und festlegte, welche pastoralen Schwerpunkte in der GdG gesetzt werden sollen.

- Was geschieht mit den ausgewählten Gebäuden?

Bei K.I.M. geht es nicht primär darum, Gebäude abzustoßen. Es wird lediglich festgelegt, welche Gebäude nicht weiter durch das Bistum finanziert werden. Gelingt es der GdG, eine alternative Finanzierung der betroffenen Gebäude zu entwickeln, können die Gebäude trotzdem gehalten werden.

Verkauft wurden bisher die Pfarrhäuser von St. Heinrich Mülhausen, St. Josef Vinkrath und St. Vitus Oedt. 

 

- Wie war der Zeitplan?

Das Projekt K.I.M. war auf eine Dauer von ca. 6 Monaten angelegt und damit um den Jahreswechsel 2011/12 abgeschlossen.

- Wo kann man sich weitergehend informieren?

Ansprechpartner ist Herr Jürgen Zeh, Koordinator der Kath. Kirchengemeinde St. Benedikt Grefrath, Tel. 02158-9530213.

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